Zaubermuseum: „Die Zauberwelt; Illustrirtes Journal für Salon Magie und Moderne Wunder; Zeitschrift für Künstler und Dilettanten“

Herausgeber: Carl Willmann

„ZW“  Jg.1903, S64

Die lebende Influenzmaschine Dante


Der kürzlich im Hamburger Panoptikum aufgetretene Flammenmensch Dante ist mit den bekannten Feuerkünstlern, welche an ihren Fingerspitzen und aus ihrem Munde Strahlen von Feuer ausströmen lassen, nicht zu verwechseln. Man weiss, dass bei diesen Experimenten ein chemischer Process zu Grunde liegt. Bei Dante liegt die Sache allerdings anders. Derselbe könnte als ein lebender Akkumulator gelten, da sein Körper die Fähigkeit besitzt bis zu 200 Volt Elektricität in sich aufzunehmen. Hierdurch hat er eine so grosse elektrische Spannung in sich dass, sobald man seine Kleider berührt, Funken aus denselben herausspringen.

Sobald man seinen Mund berührt entstömt demselben ein oft 30-40 cm langer Flammenstrahl. Dasselbe geschieht, sobald man seine Hände berührt. Auch tritt ein solcher Flammenstrahl hervor wenn er einen eisernen Gegenstand in der Hand hält. Dante könnte mit Recht den Titel „ Die lebende Influenzmaschine“ führen.